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Die Sprecherin des AK Erntedankfest, Hanna Steinhaus und die Erntekönigin Carola Offermann
blickten in ihren Abschlussreden auf ein fantastisches Erntedankfest 2004 zurück. Die
Stimmung war an beiden Tagen einfach super. Beide waren überwältigt von den vielen Menschen, die sich am Samstag in Witzhelden auf dem Marktplatz, in den Straßen und in den Gastwirtschaften tummelten und am Sonntag
den Festzug bejubelten. Beide bedankten sich bei allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten und hofften auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
Die Abschlussrede des Stellvetr.Bürgermeisters Volker Jung
Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Gäste des Erntedankfestes, liebe Witzheldenerinnen und Witzheldener,
lebt denn der alte Witzheldener noch, Witzheldener noch, Witzheldener noch - ja er lebt noch, er lebt noch - und wie, kann man nach diesem fantastischen Erntedankfest sagen.
Dieses Jahr hatte Petrus ein Einsehen und hat uns dieses tolle Wetter beschert. So war der Samstag von der Eröffnung am Nachmittag bis zum Ende eine riesengroße Party Witzhelden wie es leibt, lebt und feiert.
Heute dann Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen, was kann es für den Festzug Schöneres geben. Ziemlich pünktlich startete der Zug um halb zwei, und schlängelte sich dann
durch eine begeisterte Menschenmenge. Die über 40 Mottowagen und Fußgruppen wurden immer wieder mit Applaus der vielen tausend Besucherinnen und Besucher bedacht, - mit Recht.
Das begann mit den Reitern und Amazonen des RSV Witzhelden, und dem Bürgermeister Ernst Müller auf seinem Trecker vorab. Ihm folgte unsere strahlende Erntekönigin Carola Offermann mit
Gefolge. Einer Königin angemessen sprühte der Festzug nur so von Ideen, Witz und gestalterischem Können.
Das Motto “Witzheldener Anekdoten” hatte nicht jede Gruppe inspiriert, aber dann wurde eben daraus ein Motto: “Mit dem Motto Problemo - findet Nemo”. Da waren die Rittersleut und Römer
auf ihrem Streitwagen unterwegs, es gab den Dorf-Rundfunk und XY-ungelöst, ein Freiluft-Klo und die Altenbacher Anekdötzchen. Ach die Tierwelt war wieder gut vertreten: man konnte
Mäuse zu Fuß erleben, auf einer Giraffe reiten oder sich von den Ochsenludern becircen lassen. Frei nach dem Motto: “Gib dem Luder ordentlich Fuder.”
Anekdoten sind ja kleine humorvolle Geschichten über Personen oder Gegebenheiten. Beides war im Festzug vertreten:
Alle Ernteköniginnen von 1995 bis heute führten den Zug an und hatten jede für sich ihre eigene Erntedankgeschichte zu erzählen.
Aber auch Witzheldenerinnen und Witzheldener aus Gegenwart und Vergangenheit waren dabei. Der Klöckner des Alten vom Berge , Wittes Kegelgeister und
der schon angestimmte Holzmichel zogen durchs Dorf. Womit bewiesen wurde, dass der nicht aus Thüringen, sondern wohl aus den Witzheldener Wäldern stammt.
Anekdoten werden ja immer weitererzählt und auf diese Weise vor dem Vergessen bewahrt. Das gab es früher beim Frisör als sog. Anekdoten-Tauschbörse
oder durch dat Kappes-Meta : “Wisst ihr wat et neues jitt, ward ens ab bis et Meta kütt”.Meta lieferte das Tageblatt und hatte dabei immer viel zu erzählen.
Ein toller Wagen unserer Freunde aus Solingen Balkhausen, die zum 2.Mal dabei waren. An dieser Stelle ein herzlicher Gruß an die anderen Zuggäste aus
Leichlingen, Merscheid und Langenfeld. Die Kutschergarde war eine herrliche Fußgruppe.
Natürlich wurden auch kleine Geschichten erzählt:
Wer wusste schon, dass die UdSSR “Olympia-Damen” 1972 ihr Höhentraining im Höhendorf absolviert haben. Wer erinnert sich an den Sparkassenüberfall
von 1968 oder die Geschichten vom Apfelkrückchen oder vom Kupferkessel von Brachhausen?
Die Witzheldener Sportvereine TV und VfL haben ihren Ursprung in der Kaiserhalle. Dort wo heute Zähne gezogen werden, wurde früher geturnt oder
gefeiert. Im Erntedankzug feierte die Kaiserhalle Wiederauferstehung, vielen Dank dafür.
Aber auch der aktuelle Sport kam nicht zu kurz. “Jansens Handball-Gen holt Silber in Athen”, war da zu lesen. Auf diese Weise gratuliert Witzhelden nochmals dem Europameister und Medaillengewinner Torsten Jansen.
Das aktuellste Thema war natürlich der Giftalarm vor wenigen Tagen. Gleich mehrere Wagen hatten sich des Themas angenommen.
Wir alle waren natürlich froh, dass kein Gift gefunden wurde, aber als Erddepot der Eichhörnchen-Apotheke wurde flugs eine Erntedank-Anekdote daraus.
Rundum, der Festzug war wieder einmal der Höhepunkt des Witzheldener Erntedankfestes und Witzhelden wieder einmal eine Reise wert.
Zum Schluss zum Motto noch ein paar kleine Anekdoten, die noch nicht im Erntezug wiedergegeben wurden:
Da gab es z.B. den Wirt der Kaiserhalle, der nach einem Bazar auf der Kirchenempore eingeschlafen war und am nächsten Morgen die Kirchenbesucher mit seinem Schnarchen erfreute.
Da gab es den Gemeindedirektor, der die Sperrstunde auf einem Bierdeckel verlängerte. Und da gab es den Bürgermeister, der zu spät zum Zapfenstreich erschien. - Heute war er pünklich!
Also, es gibt noch viel zu erzählen: Auf Wiedersehen zum Erntedankfest im nächsten Jahr!
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