Förderverein Alter Wasserturm
Obstbau in Leichlingen

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Naturräumliche Gegebenheiten in Leichlingen

1.1 Lage

1.2  Klima

1.3 Böden/ Vegetation

2  Die Entwicklungsgeschichte des Obstbaus

2.1 Entwicklungsgeschichte des Obstbaus im Bergischen Land

2.2 Speziell Leichlingen: Entwicklungsgeschichte des Obstbaus

3  Was wird allgemein in Leichlingen angebaut?

3.1 Erdbeeren

3.2  Birnen

3.3 Zwetschgen

3.4 Kirschen

4 Spezialthema Apfel

4.1 Apfeltest in Leichlingen- Witzhelden

4.2 Interview: Obstbauer Flügel (Stöcken in Leichlingen)

5  Der Leichlinger Obstmarkt

Nachwort

Anhang

Literaturverzeichnis


Einleitung

Ich habe mich im Rahmen meiner Facharbeit für den Leichlinger Obstbau entschieden, da ich mich schon seit längerem für den Obstmarkt der Blütenstadt Leichlingen interessiere. Als faszinierend empfinde ich, wie viele verschiedene Obstsorten dort angeboten werden, die nur von Leichlinger Obstbauern stammen.

Der Leichlinger Obstmarkt ist weit über die Stadtgrenzen durch viele Werbemaßnahmen und Zeitungsveröffentlichungen bekannt. Es stellt sich jedoch keiner die Frage, warum gerade Leichlingen der auserwählte Standort für intensiven Obstbau ist. Das breite Spektrum umfasst neben den Apfel- und Birnensorten auch Erdbeeren, Zwetschgen und Kirschen. Deshalb soll meine Ausarbeitung einen speziellen Teil über den Apfelanbau enthalten. Hierzu wurde von mir eine Befragung zur praktischen Unterstützung meiner Arbeit bei dem Obstbaubetrieb Flügel in Leichlingen- Stöcken vorgenommen.
In der folgenden Facharbeit möchte ich  Einblicke in die so genannte Obstkammer des Bergischen Landes geben.
Ist es die Geschichte?
Sind es die Traditionen des Bauernvolkes?
Oder sind Klima, Lage und Boden die Verantwortlichen?
Ich werde folgende Fragen versuchen näher zu behandeln, um dadurch auf eine aufschlussreiche Begründung oder vielleicht auch mehrere Begründungen zu treffen, warum der Leichlinger Obstbau so interessant ist. 

1 Naturräumliche Gegebenheiten in Leichlingen

1.1 Lage

Das Gebiet Leichlingen liegt im nordwestlichen Randbereich des Bergischen Landes in Nordrhein- Westfalen. Die Region hat allgemein Hangneigungen, die durch Waldungen, Gewässer und Einschnitte stark gegliedert sind. Erhebungen von 50 Metern über NN (Normal Null)  in Leichlingen an der Grenze zu Leverkusen steigen bis zu 250 m über NN in der sieben Kilometer entfernten Ortschaft Witzhelden an. Besonders im Bereich der Gewässer, so zum Beispiel an der Wupper, sind vielfach steilere Hänge festzustellen.
Die Stadt Leichlingen liegt an der Grenze des Rheintales mit dem davor gelagerten holländischen Flachland. Somit bilden die Anhöhen von Leichlingen die ersten Wetterbarrieren. Die Anhöhen sind mitentscheidend für das spezielle Klima und somit für den Reifeprozess des Obstes. Je 100m Höhenunterschied bedeutet für die Obstsorten eine um acht Tage spätere Reife.

1.2 Klima

Deutschland liegt allgemein in der gemäßigten Zone, größtenteils in der kühl gemäßigten Zone. Im Untersuchungsgebiet Leichlingen liegt die mittlere Jahresdurchschnittstemperatur  bei 8°C- 9°C und bildet damit eine ideale Voraussetzung für den Obstbaumwuchs. Die mittlere Dauer der frostfreien Zeit ist rund 200 Tage und somit ein Vorteil für den Blütenansatz und die Reife der Früchte. 
Durch die bereits erwähnten Leichlinger Anhöhen (Wetterbarrieren) sind die Niederschlagsmengen in dem Gebiet Leichlingen wesentlich höher als zum Beispiel im Rheintal. Außerdem sind Westwinde vorherrschend, die vom Atlantischen Ozean ausgehend für ein niederschlagsreiches Gebiet sorgen.
Die mittlere Niederschlagsmenge liegt bei 850mm, an der östlichen bzw. nordöstlichen Stadtgrenze zunehmend bis 950 mm. Im Vergleich zu Gesamtdeutschland mit ca. 600mm ist sie sehr hoch. Durch diese hohen Werte der mittleren Niederschlagsmenge stellt die ausreichende Wasserversorgung kein Problem dar. Obstbauern in Leichlingen haben somit das Glück sich keine kostspieligen Regenanlagen anschaffen zu müssen, wie es zum Beispiel für süddeutsche Obstbauern üblich ist. Die Niederschlagsmenge ist dort meist zu gering. Das teilweise raue Klima in den höher gelegenen Gebieten, zum Beispiel des Sauerlandes, ist von nachteiligem Einfluss auf die Obstkulturen, dagegen sind im unteren Teil des Bergischen Landes für den Obstbau sehr günstige Witterungsbedingungen vorhanden.

1.3 Böden/ Vegetation

In Leichlingen sind meist einheitliche Bodenformen vorhanden. Der Grund dafür ist das relativ einheitliche Ausgangsgestein der Bodenbildung. Es handelt sich um eine Tonschieferverwitterung mit einem großen Teil Lössbedeckung. Löss ist ein aus Trocken- oder Kältewüsten ausgewehtes Sediment. Er ist gelbbraun, locker, mehlfein und besteht aus Quarz, Kalk und Tonerdesilikaten. Außerdem ergibt sich eine hohe Fruchtbarkeit des Bodens, da er sehr kalkhaltig ist und eine gute Wasserspeicherung besitzt. 

Es herrschen auf den Hochflächen und mäßig geneigten Hängen Pseudogley-Braunerden aus stark schluffigem Lehm vor. Dieser Boden ist als mittelmäßig bis gut für den Obstanbau einzustufen und wird deshalb überwiegend als Ackerland oder Grünland genutzt. Der Ackeranteil nimmt nach Westen in Richtung Rheintal zu. Maßnahmen zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit sind die Verhinderung von Erosionen durch Grünlandnutzung der abschwemmungsgefährdeten Böden und bei der Ackernutzung die hangparallele Bearbeitung und ganzjährige Bodenbedeckung.
Die potentiell natürliche Vegetation weist in dem Gebiet Leichlingen hauptsächlich Buchenwälder aber auch Fichtenwälder auf.
Die reale Vegetation ist abhängig von den Geländeverhältnissen, denn auf den Steilhängen mit geringem Feinbodenanteil wachsen hauptsächlich Eichenwälder. Diese gehen in dem Bereich der flacheren Hänge in Eichen- und Buchenwälder über.

2  Die Entwicklungsgeschichte des Obstbaus

2.1 Entwicklungsgeschichte des Obstbaus im Bergischen Land

Der Obstbau im Bergischen Land lässt auf eine lange Tradition zurückblicken. Es galt im Bergischen Land das Vielerbenrecht nach der alten Hofverfassung. Die Folge war eine ständige Aufteilung des Grundbesitzes. Der Getreideanbau lohnte sich nicht, denn die Zerklüftung des Geländes und die unterschiedlichen Böden ließen einen weiträumigen Getreideanbau nicht zu. Die Bevölkerung wuchs und es mussten weitere Erwerbsmöglichkeiten erschlossen werden. Der Obstbau als Weidepflanzung gewann an Attraktivität. Eine ansteigende Rentabilität der kleinbäuerlichen Betriebe war die Folge. An fruchtbaren Lößlehmstreifen auf den Höhen und Hanglagen (auch „bergischer Hang“ genannt) fand die größte Verbreitung statt. Die schon früh unter dem Begriff „Bergische Obstkammer“ entstandene Zone zieht sich von der Wupper im Norden bis zur Dhünn im Süden hin und schließt Witzhelden, Leichlingen, Bergisch Neukirchen, Burscheid, Lützenkirchen und Leverkusen-Schlebusch ein. Die Anfänge des Obstbaus im bergischen Land sind nachweisbar bis in das Jahr 1192. Es wurden drei Urkunden des Klosters Altenberg aus der Zeit 1192,1264 und 1324 gefunden, in denen von der Anlage eines „Bungerts“ die Rede ist. Pachtverträge zeigen, dass die Pächter von den Landflächen der Klöster verpflichtet wurden, Obstbäume zu pflanzen und zu veredeln.
In der Stadt Köln gab es im 15. Jahrhundert eine Obstmarktordnung der man entnehmen kann, dass auf den Kölner Märkten Obst aus dem Bergischen Land angeboten wurde. Das Obst wurde also auch an größere Märkte geliefert und vermarktet. Die Chronik weiß jedoch auch von Notzeiten des Obstbaus zu berichten. Dies bewiesen Bittschriften der Bauern an ihre Landesherren aus dem 15. Jahrhundert. Dadurch, dass der Obstbau bereits einen Haupterwerbszweig darstellte, wurde um Steuernachlass gebeten. Zu dieser Zeit waren die einzigen Einnahmequellen die schlechten Obsterträge.
Außerdem wiesen die Bauern darauf hin, dass der Obstabsatz nach Köln geringer geworden sei durch billigere Produktionen anderer Gegenden.
Die ersten Verbesserungsziele wurden im Jahre 1832 erreicht, indem nicht nur Frischobst, sondern auch Obstspezialitäten wie Dörrobst oder das Bergische Apfelkraut produziert wurde. Es erreichte einen so hohen Beliebtheitsgrad, dass es selbst nach Russland und Amerika exportiert wurde.

Landrat Lucas gründete 1916 die K.O.G. (Kreis- Obst- und Gemüse- Verwertungsgenossenschaft, heute Erzeuger- Großmarkt), die einen restlosen und glatten Obstabsatz garantierte. Durch Landrat Lucas stieg die Anzahl des Obstbaumbestandes um 200.000, auf 500.000. Dieser Mengenproduktion standen in den Jahren ab 1932 größere Obstimporte gegenüber. Absatzprobleme und Preisverfall waren die Folge. Erst in den Kriegsjahren wurde die Massenproduktion wieder von Vorteil zur Ernährung der hungernden Bevölkerung. In den Nachkriegsjahren hat sich der Obstbau verändert, nicht die Quantität, sondern die Qualität steht im Vordergrund.

2.2 Speziell Leichlingen: Entwicklungsgeschichte des Obstbaus

Der fruchtbare Boden Leichlingens wurde schon früh im Mittelalter kultiviert. Der Obstbau datiert in Leichlingen seit dem 14. Jahrhundert. Ein genaues Datum konnte bis heute jedoch nicht festgelegt werden. Aus Pachtverträgen ist zu ersehen, dass die Pächter der Klosterlandflächen verpflichtet wurden Obstbäume zu pflanzen. So wurde auch in Leichlingen der Obstbau durch die Klöster früh vorgegeben. Aus Überlieferungen geht hervor, dass im 16.Jahrhundert einige Leichlinger Höfe ihre Pacht zum Teil in Äpfeln, Birnen und Nüssen entrichteten.

1635 hatte Speck zu Leichlingen die erste Obstpresse entdeckt. Dadurch wurde eine schnellere Methode zur Erstellung des Obstsaftes erschaffen. Ein erheblicher Fortschritt, der von Leichlingen aus auf viele weitere Gegenden übertragen wurde. Heute arbeiten nur noch vereinzelt derartige Verwertungsbetriebe.
Eine sehr bedeutende Rolle für den in den Jahren immer mehr aufstrebenden Obstbau in Leichlingen, spielte der Hauptschullehrer Hesselmann aus Witzhelden. Herr Hesselmann wurde 1832 geboren und beschäftigte sich 40 Jahre lang mit der Verbesserung und Verbreitung der Obstkulturen. Des Pomologen (Obstbaukundler) Werk war durch gewissenhafte Sortenversuche einen Übergang von der Lokalsorte zur Edelsorte zu schaffen.
1864 fand der Hauptschullehrer eine Winterapfelsorte „Kaiser Wilhelm“ mit hoher Anpassungsfähigkeit an mäßige Standortbedingungen. Seit 1877, seit der achten Versammlung deutscher Pomologen in Potsdam, verbreitete sich diese Sorte in Potsdam und in ganz Deutschland. Da der nach dem Kaiser Wilhelm benannte Apfel widerstandsfähig gegen Frost ist, war diese Sorte auch in Notzeiten oder in Kältezeiten eine Hauptsorte auf dem Markt und half gegen den Hunger.Eine wichtige Tatsache ist jedoch für den Leichlinger Obstbau festzuhalten. Diese Region entwickelte den Obstbau nicht nur für die eigenen Bedürfnisse, sondern auch für die Weiterverbreitung in ganz Deutschland.

3  Was wird allgemein in Leichlingen angebaut?

Der Apfelanbau überwiegt mit 80% mit den verschiedensten Sorten. An zweiter Stelle stehen die Erdbeeren. Darauf folgen Birnen und Zwetschgen. In sehr geringem Umfang werden in Leichlingen sowohl süße als auch saure Kirschen angebaut. Da ich mich im folgenden Kapitel 4 auf die Äpfel spezialisiere, beschäftige ich mich zunächst mit den Erdbeeren, Birnen, Zwetschgen und Kirschen.

3.1 Erdbeeren

Die Erdbeere ist eine der empfindlichsten Obstsorten mit sehr kurzer Haltbarkeit. Sie besteht zu über 90% aus Wasser. Hinzu kommen Vitamine Mineralstoffe und Fruchtzucker.
Die beste Pflanzzeit ist Anfang Mai. Danach entwickelt sich die Erdbeerpflanze sehr schnell, denn nach ca. drei Wochen sind die ersten Blüten bereits zu sehen. Damit sich die Pflanzen im ersten Jahr besser und schneller entwickeln, werden die ersten Blüten per Hand entfernt. Im darauf folgenden Jahr werden die Pflanzen dann zum ersten Mal in dem Zeitraum von Mai bis Juni beerntet.
Eine in Leichlingen zum Beispiel sehr bekannte Erdbeersorte „Elsanta“ reift ab Mitte Mai mit großen und sehr festen Beeren. Für die Obstbauern ist sie von Vorteil, da sie sehr einfach zu pflücken ist und eine lange Haltbarkeit ausweist. Die Erdbeerpflanzen werden während der Blütezeit mit Stroh unterlegt, damit die Früchte vor Verschmutzung  und Fäulnis geschützt sind.
Zur Ernteverfrühung kann von Februar bis zum Anfang der Blüte ein Teil der Erdbeerfelder mit Lochfolie abgedeckt werden, so dass die erste Ernte Anfang Mai möglich ist. Eine Spezialität zur Ernteverlängerung sind die „Frigopflanzen“. Es sind kräftige Jungpflanzen, die im Herbst des Vorjahres entnommen wurden und bei  - 1°C im Tiefkühllager eingefroren wurden. Diese künstliche Winterverlängerung macht es möglich, später zu pflanzen und so noch bis ca. Ende August Erdbeeren ernten zu können.

3.2  Birnen

Der untergeordnete Anbau der Birnen in Leichlingen beschränkt sich auf drei wesentliche Hauptsorten. Dies sind die Alexander Lucas Birne (schmeckt erfrischend), die Conference Birne  (sehr süßfruchtig und lange lagerfähig) und die Concorde Birne (süßlich würzig und besitzt ein edles Aroma).
Die Haupterntezeit der Birnen ist Ende Juli. Die optimale Lagertemperatur der Birnen liegt bei 0- 1°C. Die Kulturpflege der Birnen ist nicht so intensiv wie bei den Äpfeln, so müssen zum Beispiel Birnenbäume erheblich weniger geschnitten werden als Apfelbäume. Birnen enthalten im Verhältnis zu Äpfeln weniger Säure und schmecken deshalb süßer. Sie haben aber nicht mehr Zucker. 

3.3 Zwetschgen

Die Zwetschge ist eine speziell rheinische Frucht als Unterart des Pflaumenbaumes. Im Gegensatz zur Pflaume, die kugelig ist, hat die Zwetschge eine länglich, eiförmige Gestalt. Sie beinhaltet viele Mineralstoffe, Calcium, Kalium, Phosphor und Vitamin A, B und C. Der Fruchtzuckeranteil in Zwetschgen ist sehr hoch. Die ersten Früchte werden Anfang August geerntet. Eine der Leichlinger Hauptsorten ist die Hauszwetschge. Sie steht an der Spitze der Zwetschgensorten, da sie sowohl im Geschmack, aber auch optisch anspricht. Auch hier handelt es sich wie bei den Birnen um eine extensive Kultur mit wenig Pflegemaßnahmen.

3.4 Kirschen

Es werden sowohl Süß- als auch Sauerkirschen kultiviert. Jedoch beides in sehr geringem Maße. Es werden hauptsächlich Süßkirschen, wie die Kassins Frühe und Napoleons Herzkirsche, sowie  Prinzeß und die schwarze Knorpel- Kirsche angebaut. Der Anbau von Kirschen ist in Leichlingen als Nebenkultur anzusehen. Man findet die Kirschen nicht in geschlossenen Obstanlagen, sondern auf so genannten Streuobst-wiesen. Die Pflege der Kirschen beschränkt sich auf Pflanzenschutzmaßnahmen. Die Sauerkirschen werden nicht geschnitten, die Süßkirschen dagegen erhalten in großen Zeitabständen einen Pflegeschnitt.

4 Spezialthema Apfel

Über die Beschreibung eines Apfeltests und die Befragung des Obstbauern Flügel sollen nachfolgend die wichtigsten Antworten zum Apfelanbau und der Vermarktung gegeben werden.

4.1 Apfeltest in Leichlingen- Witzhelden

Der Apfeltest in Leichlingen- Witzhelden wurde am 08. November 1988 durchgeführt. Grund für einen Apfeltest in Leichlingen- Witzhelden waren vielfältige Diskussionen über den Wert alter und neuer Apfelsorten. Die Erfahrungen über Apfelsorten sind sehr unterschiedlich und kaum jemand hat einen vollständigen Überblick über alle vorhandenen Sorten. Außerdem besteht ein Unterschied zwischen dem Erwerbsobstbau und dem Anbau in einem Haus- oder Kleingarten. Ein Erwerbsobstbauer will seinen Kunden mit gewissem Aussehen und Geschmack ansprechen und unter ökonomischen Aspekten Anbauen. Ein Inhaber eines Kleingartens will ein Sortiment zur Befriedigung seiner eigenen Wünsche.
Die Gartenbauberatung Bergisches Land veranstaltete diesen Test mit insgesamt 156 Obstverbrauchern. Eine Auswahl von 40 Apfelsorten wurde geprüft.
Der Test wurde so durchgeführt, dass die 156 Obstverbraucher ihre Bewertungen mit den Ziffern von eins bis neun vornahmen. Eins war die schlechteste und neun die beste Bewertung. Die Sorten wurden ohne Namen, sondern mit Ziffern angeboten. Jede Sorte wurde jeweils dreimal bewertet. Nach Geschmack, Fruchtfleisch und nach Fruchtform/ Fruchtfarbe.
Die Testpersonen wurden nach zwei Altersstufen unterschieden, die bis 50 Jährigen und die über 50 Jährigen. Man wollte den Test in zwei Altersgruppen einteilen, weil bekannt ist, dass von jüngeren Personen die grünschaligen und festfleischigen, also die unreifen Sorten bevorzugt werden. Ältere Personen scheinen die reiferen Sorten in Betracht zu ziehen.
Das Testergebnis hatte klare Ergebnisse gebracht. Neue Sorten können sich nur dann durchsetzen, wenn sie eine Verbesserung des Sortiments ergeben. Ein gewisser Modetrend und Geschmacksveränderungen sind jedoch nicht auszuschließen. Die neuen Sorten haben somit zwar Chancen sich zu bewähren, aber es spielt nicht nur das Aussehen, sondern auch der Geschmack eine Rolle. Die Früchte müssen gut gefärbt sein und einen möglichst aromatischen Geschmack aufweisen. Die meisten Obstverbraucher beurteilten die Früchte umso besser, je größer sie waren und je stärker die Rotfärbung in Erscheinung trat. Dies bestätigt den Plantagenobstbau, der mit den bewährten und einigen neuen Sorten, den Wünschen der Verbraucher gerecht zu werden scheint. Wie schon am Anfang erwähnt hat sich die Beliebtheit junger Leute an unreifen Äpfeln bestätigt. Eine einheitliche Geschmackstendenz unter älteren und jüngeren Personen so wie unter Frauen und Männern konnte nicht festgestellt werden.

4.2 Interview: Obstbauer Flügel (Stöcken in Leichlingen)

In diesem Unterpunkt 4.2 werde ich eine Zusammenfassung eines Interviews mit dem Obstbauer Herrn Flügel darstellen. Das Interview bestand aus folgenden Leitfragen:

 1) Wieso ist gerade Leichlingen für den Obstbau so bekannt?
 2) Welches Obst wird in Leichlingen allgemein angebaut und welches überwiegend?
 3) Welches Obst bauen sie hauptsächlich an?
 4) Welche Erntezeiten gibt es?
 5) Die Lagerung- bei welcher Temperatur und wie lange?
 6) Werden Pflanzenschutz- und Düngemittel eingesetzt?
 7) Bewässerung und Pflege?
 8) Betriebsgröße und Zahl der Angestellten?
 9) Wird ihr Obst überwiegend in Leichlingen verkauft oder auch in weiteren Städten/ Dörfern
10) Ist durch die starke Konkurrenz der Obstverkauf in Leichlingen schwierig?
11) Stellen sie ihr Obst auf dem „Leichlinger Obstmarkt“ aus?

Frage 1: Wieso ist gerade Leichlingen für den Obstbau so bekannt?

Herr Flügel äußerte sich zu der ersten Fragestellung etwas kritisch und erklärte mir, dass Leichlingen aus der Tradition heraus als bekannter Ort für den Obstbau bezeichnet wird. Das wirklich bekannte Obstbaugebiet liegt in Meckenheim mit über 100

Obstbaubetrieben. Leichlingen dagegen hat nur 10 Betriebe und liegt klimatisch an der Grenze für  einen idealen Obstbau. In den höher gelegenen Regionen des Oberbergischen Kreises und des Sauerlandes ist der Obstbau aus klimatischer Sicht nicht wirtschaftlich. Außerdem erwähnte er den für den Obstbau vorteilhaften Leichlinger Lehmboden, der nicht zu sandig ist und besonders fruchtbar. Allgemein ist festzuhalten, dass durch die Klimaveränderung die Temperaturen zum Vorteil des Obstanbaus in den letzten Jahren angestiegen sind. Zur Stadtgrenze Burscheid, so erklärte er, ist der letzte Obstbaubetrieb in dieser Gegend.

Frage 2: Welches Obst wird in Leichlingen allgemein angebaut und welches   überwiegend?

Zu dieser Frage schilderte Herr Flügel, dass in Leichlingen der überwiegende Anteil des Obstbaues durch den Apfelbau geprägt ist. Besonders die Anbauformen des Apfels, so zum Beispiel als Halbstämme oder Spalierobst in den verschiedenen Sortenfragen unterscheiden die Anbaubetriebe. Der Anbau von Apfelhalbstämmen beschreibt die ca. 2,50m hohe Baumform, die mit den Pflegemaßnahmen relativ leicht zu bearbeiten ist und auch eine leichtere Ernte ermöglicht. Diese Bäume tragen meistens altbekannte Apfelsorten, die auch als Massensorten zu bezeichnen sind.

Spalierobst hingegen ist die modernere Anbauform, bei der die Zweige der Obstbäume in einer Reihe an langen Drähten gebunden werden. Hier können besonders gute Apfelqualitäten erzeugt werden. Die Birnen, Zwetschgen und Kirschen (süß und sauer) finden sich nicht in diesem intensiven Anbau bzw. Anbauformen wieder. Sie stehen oftmals in Streuobstwiesen und werden teilweise als Nebenerwerb gesehen. Eine Besonderheit sind die Erdbeeren, die bei einigen Betrieben die Haupteinnahmequelle bieten.

Frage 3:  Welches Obst bauen sie hauptsächlich an?

Herr Flügel ist ein reiner Apfelbauer. Sein Betrieb führt 20 verschiedene Apfelsorten. Er erklärte mir, dass die ersten Apfelsorten ursprünglich aus einem kleinen, harten eher ungenießbaren Wildapfel entstanden. Daraus entwickelten sich bis heute zahlreiche verschiedene Apfelsorten. Man unterscheidet zwischen den Massensorten, wie zum Beispiel „Golden Delicious“, der in jedem Supermarkt anzutreffen ist und speziellen regionalen Sorten, wie dem „Gloster“, der nicht in Masse, aber nach Geschmack des Verbrauchers angeboten werden kann. Die Sortenvielfalt seines Betriebes ist gezielt auf die Region Leichlingen und auf den Hofverkauf ausgerichtet.

Frage 4: Welche Erntezeiten gibt es?

Der Anbau der verschiedenen Apfelsorten ist darauf ausgelegt eine lange Erntezeit und damit auch Verkaufszeit zu erzielen. So kann die früheste Apfelsorte (Klarapfel) bereits Ende Juni geerntet werden. Die Haupterntezeit der Äpfel ist je nach Sorte vom 20.August bis zum ersten September.

Frage 5: Die Lagerung- bei welcher Temperatur und wie lange?

Der Apfel ist nach der Ernte als „Lebewesen“ weiterhin aktiv. Er atmet und gibt dabei Kohlendioxid und Feuchtigkeit ab. Um dem entgegen zu wirken wird die Apfellagerung bei niedrigen Temperaturen von 1- 3°C und einer hohen Luftfeuchtigkeit von über 90% durchgeführt. In großen Kühlhäusern wird der Sauerstoffgehalt durch die Zugabe von Kohlendioxid reduziert, um die Atmung der Äpfel einzuschränken. Deshalb ist das Kühllager gasdicht verschlossen. Die Äpfel lassen sich so je nach Sorte (empfindlich, unempfindlich) bei diesen idealen Bedingungen bis ca. Januar/ Februar/März lagern.

Frage 6: Werden Pflanzenschutz und Düngemittel eingesetzt?

Pflanzenschutz oder Düngemittel müssen teilweise eingesetzt werden. Der Obsthof Flügel versucht, soweit es möglich ist, biologische Methoden einzusetzen. Man spricht von „Integriertem Anbau“. So setzt der Obstbauer Nützlinge (z.B. Marienkäfer und Schlupfwespen) aus, die die Schädlinge (z.B. Spinnmilben und Blattläuse) vernichten. Er versucht den Nützlingen möglichst gute Lebensbedingungen zu bieten. Außerdem können Duftstofffallen (Pheromone) an die Bäume gehängt werden, die die Schädlinge irritieren von den Weibchen weglocken und eine Vermehrung verhindern. Die Folge ist eine Ersparnis an Pflanzenschutzmitteln. Wenn die Schädlinge in einer nicht mehr vertretbaren Anzahl auftreten, werden die Bäume mit nützlings- und umweltschonenden Pflanzenschutzmitteln behandelt.

Wenn Herr Flügel eine Bodenprobe gemacht hat und der Boden nicht dem für den idealen Apfelanbau entspricht, dann nimmt er zum Beispiel  Kalkungen vor. Dies verhilft dem Boden zu idealen PH- Werten. Außerdem mäht er sein Gras nur ab und lässt es zum Schutz des Bodens liegen. Auch die geschnittenen Zweige vom Winter- und Sommerschnitt bleiben unter den Bäumen. Es entsteht nun ein Verrottungsprozess, durch diesen den Obstbäumen neue Nährstoffe geboten werden.

Frage 7: Bewässerung und Pflege?

Im Sommer ist eine Bewässerung der Pflanzen nicht nötig, denn die Temperaturen halten sich in Grenzen und lassen die Bäume somit nicht vertrocknen. Der Boden ist selbst im Sommer 2003 in Leichlingen, wo die Temperaturen bis zu 40 Grad erreichten, noch ideal gewesen. Außerdem lässt sich aus einer zu häufigen Bewässerung des Apfelbaumes keine geschmackvolle Frucht ernten. Ein Apfel ist stark wasseraufnahmefähig, so dass die Frucht zwar prall und sehr ansprechend aussieht, jedoch der Apfel wässrig schmeckt. Ein Zurückschneiden von Apfelbäumen ist abhängig vom Alter, der Sorte und von der gewünschten Ertragsmenge. Grundsätzlich schneidet Herr Flügel seine Apfelbäume einmal im Sommer und einmal im Winter zurück.

Frage 8: Betriebsgröße und Zahl der Angestellten?

Der Betrieb Flügel ist trotz seiner Größe von 10h ein Familienbetrieb. Herr Flügel ist für den Anbau und die Pflege der Kulturen zuständig. Seine Frau  kümmert sich um den Verkauf. Weitere Hilfe erhält das Ehepaar Flügel durch die Eltern des Herrn Flügel, die ebenfalls auf dem Grundstück wohnen. Zu der Zeit der Erntearbeiten müssen weitere vier bis fünf Aushilfskräfte eingestellt werden.

Frage 9: Wird ihr Obst überwiegend in Leichlingen verkauft oder auch in weiteren Städten/ Dörfern?

Herr Flügel vermarktet seine Äpfel nur direkt von seinem Hof aus an Privatkunden. Hierzu hat er einen großen Verkaufsraum eingerichtet. Die Folgen der Direktvermarktung sind eine bessere und persönlichere Beratung für den Kunden. Außerdem kann der Kunde neue Apfelsorten auf dem Hof probieren und genauere Details erfragen. Die Herkunft des Apfels ist gesichert.

Frage 10: Ist durch die starke Konkurrenz der Obstverkauf in Leichlingen schwierig?

Durch die starke Konkurrenz der Obstbauern in Leichlingen ist der Verkauf von Obstwaren seiner Meinung nach schwierig. Das Hauptproblem ist, dass alle Bauern in Leichlingen privat verkaufen und somit eine innerstädtische Konkurrenz entsteht.

Frage 11: Stellen sie ihr Obst auf dem „Leichlinger Obstmarkt“ aus?

Auf dem Leichlinger Obstmarkt stellt Herr Flügel mit seinen zahlreichen Apfelsorten nicht aus. Eine Begründung wurde nicht gegeben.

Das Interview mit Herrn Flügel verhalf mir einen sehr guten Überblick über den Apfelbau zu verschaffen. Meine Fragen wurden intensiv und detailliert beantwortet mit darüber hinausgehenden Informationen

5   Der Leichlinger Obstmarkt

Die Bauern waren Ende des 18. Jahrhunderts gezwungen, ihre Ware unter Wert auf den umliegenden Märkten zu verkaufen. Der Grund dafür war eine fehlende einheitliche Organisation des Absatzes. Dies war der Ansporn für die Entstehung eines Obstmarktes. Der erste Leichlinger Obstmarkt fand am 10., 11. und 12. Oktober 1896 statt. Kurz vor seinem 100. Geburtstag stand der Obstmarkt aus Kundenmangel vor seinem Ende. Genauso wie es zum Beispiel in Kriegszeiten aus Geld und Warenmangel der Fall war.
Hilfe zur Erhaltung des Obstmarktes leistete die Organisationsgemeinschaft Obstmarkt Leichlingen (OGOL). 1995 fand der Obstmarkt zum ersten Mal unter der OGOL statt. Durch starke Investitionen erreichte der Obstmarkt wieder sehr gute Besucherzahlen. Die Gesamtfläche wurde zum Beispiel auf ca. 10.000 m2 mit einer überdachten Fläche von ca.3.500 m2 erweitert.
Der Obstmarkt zieht heutzutage jedes Jahr zahlreiche an Obst und Gemüse interessierte Kunden an. Sie kommen nicht nur aus Leichlingen, sondern auch aus weiterer Umgebung. Der Leichlinger Obstmarkt beginnt jedes Jahr am ersten Oktoberwochenende, wobei ein Schwerpunktthema der Ausstellung von Jahr zu Jahr wechselt.
Auf dem Obstmarkt wird hochwertiges Obst und Gemüse der Leichlinger und der benachbarten Anbaugebiete vorgestellt. Außerdem gibt es Beratungsmöglichkeiten im Hinblick auf Garten- und Obstanbau und Informationen über die historische Entwicklung des Anbaus und über die technische Weiterentwicklung (Entwicklung von Hilfsmaschinen). Alle Aussteller bieten ihr Obst im Rahmen der Direktvermarktung ohne Zwischenhandel an.

Nachwort

Aus der Facharbeit über den Obstbau in Leichlingen geht hervor, dass der Obstbau sowohl gute als auch einige schlechte Zeiten hinter sich gebracht hat. Der Obstbau hat vielen Leichlinger Bürgern in Kriegs- und Notzeiten geholfen und ihre Lebenssituationen im Wesentlichen verbessert. Die gute Lage Leichlingens an den Ausläufern der Bergischen Höhen mit günstigen Klima- und Bodenverhältnissen verhalfen dem Obstbau zu einem hocheinzuschätzenden Wirtschaftsfaktor.Es stellt sich die Frage, ob die Leichlinger Obstbauern langfristig gesehen Wettbewerbschancen gegen den globalisierten Markt mit der Massenvermarktung zu Niedrigpreisen haben.Tradition und Einstellung der Leichlinger Obstbauern bestätigen meiner Meinung nach die Wettbewerbsfähigkeit, da sich die Leichlinger Obstbauern meist einer Direktvermarktung bedienen. Sie sprechen damit besonders qualitätsbewusste und auf gute und persönliche Beratung bestehende Kunden an. Nach meiner Meinung kann die persönliche Beziehung zum Kunden in der heutigen Welt nur Vorteile mit sich bringen. Die meisten Leute scheuen sich davor billige Obstwaren aus dem Supermarkt zu kaufen. Die genaue Herkunft ist oftmals unbekannt und die Qualität ist eventuell durch lange Transporte und schlechte Lagerung nicht ausreichend. Das Obst bekommt schneller Druckstellen und wird ungenießbar. Faule Obstwaren sind oftmals nicht auszuschließen.
Ein weiterer Vorteil der Direktvermarktung in Leichlingen ist, dass der Kunde Früchte aus einem kontrollierten Anbau kauft und sich sicher sein kann, dass ein gezielter Einsatz von Pflanzenschutz und Düngemitteln erfolgt ist. Diese Sicherheit ist bei ausländischen Produktionen durch schlechtere Kontrollen bzw. durch eine schlechtere Gesetzgebung nicht gewährleistet. Es ist aber sicher, auch wenn der globalisierte Markt in Zukunft sich ausbreiten wird, dass die Leichlinger ihre Obstbauern unterstützen und fördern werden, wo sie nur können. Ein schon sehr früher und bedeutender Anfang  war und ist auch immer noch der Leichlinger Obstmarkt.

Literaturverzeichnis

Internetseiten:

-www.biostationoberberg.de (7.Januar 2004/ 19Uhr)
-www.wiv-Leichlingen.de (7.Januar 2004/ 20Uhr)
- www.bergische-bauernscheune.de (13.Januar 2004/ 18 Uhr)
-www.infodienst-mlr.bwl.de (13.Januar 2004/ 19.30 Uhr)

Bücher

Diercke Weltatlas
- Hergestellt in der Westermann Kartographie
- 1996- Braunschweig (4.Auflage)

Bericht über den Apfeltest
- Herausgeber: Gartenbauberatung Bergisches Land
- 8.Nov.1988/ Leichlingen- Witzhelden

Burscheid Leichlingen (Rhein.- Berg.- Kreis) Agrarstrukturelle Vorplanung (Entwurf)
- Ausgearbeitet durch die Gesellschaft für Landeskultur GmbH (Gfl)
- 1981- Bremen

Fit fürs Abi (Referate/ Facharbeiten)
- Herausgeber: (Schroedel) Karlheinz Uhlenbrock
- 2001 (1.Auflage)- Hannover

Blütenstadt Leichlingen
- Informationen für NeubürgerInnen, 2003 (5.Auflage)
- Herausgeber: Bürgermeister Ernst Müller, Leichlingen

Die Bergische Obstkammer (Geschichte und Weiterentwicklung)
- Herausgeber:
Rektor Hinrichs und H.K. Möhring
- 1967 (Erscheinungsort keine Angaben)

Duden (Erdkunde 2)
- Herausgeber: Bibliographisches Institut und F.A. Brockhaus Ag
- Mannheim 2001

Aus dem Stadtarchiv in Leichlingen
- aus: Hinrichs- Nachlass (Bergische Bauern- Obstbau/ Notzeiten/         Lebensweisen)
- Ratgeber für den Garten Nr.9/82 (Ältere Apfelsorten- heute vergessen?)
- Zeitschrift: Die Apfelsorte „Kaiser Wilhelm“ geschrieben von Theo Bauer
- Der Obstbau im Rhein- Wupper- Kreis und in Leverkusen, von Alfred Bartl

Eine Facharbeit der Schülerin
Martina Fallmann
Städtisches Gymnasium Leichlingen
Jahrgangsstufe 12/II, 19.3.2004