Tag des offenen Denkmals 2008

Thema im Jahr 2008:
Vergangenheit aufgedeckt – Archäologie und Bauforschung

Die beiden Architekturstudenten der Uni Wuppertal, Michaela Böllstorf und Florian Engelhardt, dokumentierten und erläuterten die Bauphasen der jetzigen, sowie der beiden Vorgängerkirchen der evangelischen Kirche in Witzhelden.

Anhand von sehr detailgetreuen Modellen wurden der Ortskern von Witzhelden und die aus den vorhandenen Grundrissen erarbeiteten drei Kirchen dargestellt.

Eine Fotoausstellung über die Ausgrabungen der Jahre 1975 – 1982 war ebenfalls am 14.9. von 11-18 Uhr zu sehen.

Die Ausstellung war von sehr hoher Qualität geprägt, die Fotos sprechen für sich.

Tag des offenen Denkmals 2008

Die alten vom Berge

KStA
Die beiden Architektur-Studenten Michaela Böllstorf und Florian Engelhardt haben gebastelt. BILD BERG
Anschauliche Geschichtsstunde: Die beiden Architektur-Studenten Michaela Böllstorf und Florian Engelhardt haben zum Tag des offenen Denkmals drei Modelle der Witzheldener Kirche gebastelt.

Die beiden Architektur-Studenten Michaela Böllstorf und Florian Engelhardt haben gebastelt. BILD BERGLeichlingen - Wie ihre Kirche früher aussah, konnten die Witzheldener am Wochenende erstmals in Augenschein nehmen. Die beiden Architektur-Studenten Michaela Böllstorf und Florian Engelhardt, die an der Uni in Wuppertal studieren, haben drei anschauliche Modelle der heutigen evangelischen Kirche aus dem Jahr 1773 und ihrer beiden Vorgänger, die einst am Marktplatz standen, gebaut.

Am "Tag des offenen Denkmals" konnten die Rekonstruktionen, die auf originalen Grundrissen und Zeichnungen beruhen, erstmals bewundert werden. Das kleine Gotteshaus rechts stellt die ursprüngliche Saalkirche dar, die im 11. Jahrhundert hier errichtet worden sein soll. Im 12. Jahrhundert kam der noch heute erhaltene Turm mit Pyramidendach hinzu.

Im 15. Jahrhundert wurde dann auf den Fundamenten der kleinen Saalkirche (sie wurden bei der Restaurierung in den Jahren 1979 bis 1982 wiederentdeckt) eine um zwei Seitenschiffe erweiterte Kirche gebaut, wie sie im linken Modell zu sehen ist. Sie ähnelte stark dem heutigen "Alten vom Berge", wie er in Witzhelden liebevoll genannt wird, musste aber 1767 wegen Rissen im Gewölbe und abgesackten Grundmauern abgebrochen werden. Wenn die Seminar-Arbeiten benotet worden sind, möchte die Kirchengemeinde die Modelle für eine Dauerausstellung ins Höhendorf holen. HGB / BILD: RALF KRIEGER

Kölner Stadtanzeiger vom 16.9.08